NEUES 2006

 


 

29.12.2006

=========

Im Hamburger Abendblatt vom 29.12.2006 findet sich ein Interview mit der der Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen. Zwei ihrer Aussagen greife ich heraus:

 

„ … haben wir aber übersehen, dass Jungen in einer sich verändernden

Welt neue Vorbilder brauchen. Das kann der Erzieher oder Lehrer sein.

Noch wichtiger aber ist ein im Alltag präsenter Vater.“

 

„ Wir werden die anstehenden Fürsorgeaufgaben zum Beispiel für die ältere Generation nur bewältigen können, wenn auch Jungen und Männer daran teilnehmen. Eine moderne Gesellschaft, die Familienwerte erhalten will, muss dafür sorgen, dass Männer und Frauen gleichermassen Verantwortung für Fürsorge und Einkommen tragen.“

 

www.abendblatt.de/daten/2006/12/29/660182.html

 


 

10.12.2006

=========

Präsident des Menschenrechtsgerichts mahnt Deutschland

 

Unmittelbar vor dem alljährlich an diesem Datum international „gefeierten“ Tag der Menschenrechte äußerte sich der Präsident des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, Prof. Dr. Luzius Wildhaber, nach einer Agenturmeldung von AFP und ermahnte Deutschland zur Umsetzung der Straßburger Urteile. Deutschland solle sich „näher mit dem System der Menschenrechtskonvention befassen“. Es gäbe offensichtlich „einige Wissenslücken“, auch bei deutschen Richtern, betonte Wildhaber, der den Straßburger Gerichtshof im Januar aus Altersgründen verlassen wird.

 

Wildhaber verwies auf Art. 46 der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Darin sei unmissverständlich festgelegt, dass die Unterzeichnerstaaten die endgültigen Urteile des Gerichtshofs „befolgen“ müssen. Er sei daher „einigermaßen überrascht“ darüber, dass das Straßburger Urteil im Verfahren um das Sorgerecht des türkischen Vaters Kazim Görgülü bis heute nicht umgesetzt sei.

 

 Der Türke hatte in Straßburg gegen Deutschland geklagt, weil ihm die deutsche Justiz das Sorgerecht für seinen Sohn verweigert, den die ledige Mutter gegen seinen Willen zur Adoption freigegeben hatte. Der Menschenrechtsgerichtshof verurteilte Deutschland im Februar 2004 wegen Verstoßes gegen das Grundrecht auf Schutz der Familie. Dennoch lebt der heute sieben Jahre alte Junge weiter bei einer Pflegefamilie, die Entscheidung über die Sorgerechtsklage wurde vom zuständigen Oberlandesgericht in Naumburg erst kürzlich wieder verschoben.

 

Kurz vor dem internationalen Tag der Menschenrechte am Sonntag appellierte Wildhaber an die 46 Europaratländer, den mit derzeit 90.000 anhängigen Fällen völlig überlasteten Richtern in Straßburg zur Hilfe zu kommen. Sie müssten dem Menschenrechtsgerichtshof entweder mehr Mittel zur Verfügung stellen oder dafür sorgen, dass in Straßburg weniger Beschwerden ankommen. Dazu müssten die Staaten selbst wirksamer gegen Menschenrechtsverletzungen ankämpfen und vom Gerichthof einmal gerügte Missstände dauerhaft beseitigen. „Das wäre der beste Weg“.

 

Kommentar:

Die Mahnung des EGMR-Präsidenten Wildhaber an die Adresse Deutschlands mit   dem Hinweis auf den immer noch ungelösten Fall Görgülü ist absolut ungewöhnlich und als einmalig zu bezeichnen. Ich habe mir erlaubt,hierzu den Netzkommentar ZWOELF zu verfassen.

siehe http://koeppel-kindschaftsrecht.de/netzkom12.html

 

Der Appell Wildhabers an die 46 EMRK-Staaten, dem völlig überlasteten Gerichtshof zu Hilfe zu kommen, bestätigte wieder einmal die finanzielle Misere des EGMR, wie ich ihn in meinem Begrüßungsvortrag vor dem 5. Familienkongreß des VAfK in Halle darlegte.


 

08.12.2006

=========

Es gibt eine neue Website

 

Fundstellenverzeichnis:

Urteile und Entscheidungen des EGMR

in deutscher Sprache

 

Diese von dem derzeit im Potsdamer Menschenrechtszentrum tätigen Staats- und Völkerrechtler Dr. Marten Breuer bearbeitete website enthält mehr oder weniger vollständig die gesamte Rechtsprechung des EGMR seit dem Jahre 1960 bis zu den aktuellen Entscheidungen im Jahr 2006. Es schließt hiermit eine empfindliche Lücke, welche die sorgfältige Arbeit mit der Spruchpraxis dieses höchsten internationalen Gerichtes für Menschenrechte in Europa bisher erschwerte.

siehe www.egmr.org


 

12.11.2006

=========

Das jüngste Buch der Autorin 

 

Astrid v. Friesen:

„Schuld sind immer die anderen!

Die Nachwehen des Feminismus: frustrierte Frauen und schweigende Männer“

 

verdient, besonders herausgestellt zu werden.

 

Obwohl das Buch von Astrid v. Friesen bereits im Mai/Juni 2006 erschienen ist, wurde es zunächst durch das im Spätsommer erschienene Buch von

 

Eva Herman:

„Das Eva-Prinzip – Für eine neue Weiblichkeit“

 

und die hierdurch ausgelöste ungewöhnliche Medienaufmerksamkeit überlagert.

 

Astrid v. Friesen, Dipl.-Pädagogin nach Studium der Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie hatte sich bereits durch ihre früheren Bücher einen sehr guten Namen gemacht. Sie konnte zu der schwierigen Problematik der Folgen des auf kindschaftsrechtliche Gesetzgebung und Rechtspraxis seit Jahrzehnten einwirkenden Radikalfeminismus aus fachlicher Sicht einen wichtigen Beitrag leisten. Frau v. Friesen ist heute auch als Therapeutin tätig.


 

09.11.2006

=========

Zur gestrigen Sendung „Hart, aber fair“ von Frank Plasberg im WDR über das gesundheitsschädliche Rauchen:

 

Leider kam in der sehr informativen Sendung das in meiner website aufgegriffene Problem des elterlichen Rauchens im Beisein von Kindern nicht genügend zur Sprache. Im übrigen wurde aber recht deutlich, dass der Einfluss der Tabakindustrie auf die Bundesregierung bzw. die zuständigen Ministerien die Grenze des Erlaubten möglicherweise, und das seit Jahren, überschreitet –

Besonders beklagenswert und geradezu ein Unglück für die in Deutschland lebenden Kinder ist meines Erachtens auch die Tatsache, dass der derzeitige, besonders einflussreiche SPD-Fraktionsvorsitzende ebenso wie der ebenso einflussreiche Vizekanzler und Arbeitsminister starke Raucher sind.

 

Die komplette Sendung kann herunter geladen werden über

http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?ref=3136


 

03.11.2006

=========

Bereits am 18.09.06 veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung auf Seite 3 einen längeren Bericht ihrer Brüsseler Büroleiterin Cornelia Bolesch über den verzweifelten Kampf des Straßburger Gerichtshofes für Menschenrechte gegen die nicht mehr zu bewältigende Überflutung durch Menschenrechtsbeschwerden aus 46 Signatarstaaten der EMRK.

Daraus entnehme ich:

46 Richter klagen an

Es war frivol, alles so laufen zu lassen“: der Europäische Gerichtshof

für Menschenrechte leidet an so vielen Beschwerden, dass der Kollaps droht.

 

Eingangs wird über noch unerledigte Beschwerden in Straßburg berichtet, so beispielhaft Klagen von Bürgern aus Polen, gegen die Niederlande oder Russland.

 

Wegen der über 80.000 Beschwerden, die alle noch auf Bearbeitung und bei Annahme auf Entscheidung warten, schimpft der Gerichtspräsident Luzius Wildhaber: „Bei uns herrscht die absolute Diskrepanz zwischen Aufgaben und Möglichkeiten“. Verantwortlich für die Misere seien die Außenminister der 46 Mitgliedstaaten. Europas Regierungen haben den schleichenden Justiz-Notstand geduldet und notdürftig repariert, nun aber drohe der Kollaps. Der SZ-Bericht zitiert aus dem vorliegenden Zwischenbericht: „Wenn nichts geschieht, droht der Zusammenbruch des ganzen Systems“.

 

Aus dem SZ-Bericht geht hervor, dass der EGMR derzeit mit einem Etat von insgesamt 50 Mio. € auskommen muss. Das sei nur ein Viertel des Etats des Luxemburger EuGH. Nach SZ muss sich die seit einem Jahr beim EGMR tätige deutsche Richterin Renate Jaeger ihre Sekretärin mit zwei Richterkollegen teilen, sie hat keinen persönlichen Mitarbeiter. - Der SZ-Artikel schließt mit den Worten von Frau Jaeger „der Optimismus ist das einzige, was einen hier am Leben erhält.“


 

18.10.2006

=========

Empfehlung

 

Körperverletzung vor der Geburt — Tagesspiegel Online - Nachrichten

 


 

28.09.2006

=========

Verbesserung der Zukunftsperspektiven von Jungen

 

Die Bundestagsabgeordnete Frau Michaela Noll greift die Ergebnisse der in diesen Tagen veröffentlichten jüngsten Shell-Studie auf, wonach die Jungen unter Druck stehen. Dies deckt sich mit früheren Erkenntnissen der CDU-Parlamentarierin, die sich bereits früher des Themas „Verbesserung der Zukunftsperspektiven von Jungen“ angenommen hatte.


 

27.09.2006

=========

Bundestags-Petitionsausschuss:

Das Sorgerecht der unverheirateten Eltern ist zu überprüfen

 

Der Petitionsausschuss beschloss am 27.09.2006 einstimmig eine Reihe von Petitionen als Material an die Bundesregierung zu überweisen und dem Bundestag zur Kenntnis zu geben, wonach das Sorgerecht für Kinder von verheirateten und unverheirateten Eltern gleich geregelt wird. Es sei rechtswidrig, wenn Mütter von unehelichen (sic!) Kindern allein darüber entscheiden dürfen, wer für die Kinder sorgt.

 

Kommentar: Seit vielen Jahren vertrete ich die Rechtsauffassung, dass die gegenwärtige Regelung die nicht ehelichen Kinder diskriminiert. Sie ist nach meiner Rechtsmeinung sowohl verfassungs- als auch menschenrechtswidrig. Und sie verstösst gegen Art. 2  und Art. 18 Abs. 1 der UN-KInderrechtekonvention. Die anlässlich Ratifizierung UN-Kinderrechtekonvention formulierte Vorbehaltserklärung sollte auch nach Meinung der zuständigen internationalen Gremien längst aufgehoben werden.


 

26.07.2006

=========

Und noch einmal PAS

 

Der diesjährige Hitzemonat Juli 2006 brachte für PAS noch einen zweiten Höhepunkt.

 

„The International Handbook

of Parental Alienation Syndrome:

Conceptual, Clinical and Legal Considerations“

von Richard A. Gardner,

Richard S. Sauber, Demosthenes Lorandos (Herausgeber)

 

ist nun by Charles C. Thomas Publisher Ltd. in Springfield, Illinois, USA erschienen. 476 Seiten, U.S. $ 84.95. Es umfasst 34 Aufsätze weltweit führender Experten/Expertinnen, darunter auch Autoren aus Deutschland

(vgl. Inhaltsverzeichnis, Buchbeschreibungen des Verlages).

 

Dieses wichtige Werk entstand im Anschluss an die Internationale Konferenz „Das Parental Alienation Syndrome (PAS)“, welche am 18. – 19.10.2002 in Frankfurt am Main stattfand.

 


 

25.07.2006

=========

Straßburg sagt ja zu PAS

 

 

Vor wenigen Tagen verurteilte der Straßburger Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) die Tschechische Republik wegen Verletzung der Menschenrechte gemäß Art. 8 EMRK wegen langjähriger und hartnäckiger Umgangsvereitelung und bezog sich dabei ausdrücklich auf eine psychologische Expertise, wonach die sorgeberechtigte Mutter im Kinde ein Parental Alienation Syndrome verursacht hat.

 

Damit hat also das in Europa als höchste Instanz in Familiensachen zuständige Gericht erstmals PAS als psychologisches Konstrukt in den tragenden Gründen eines Urteils angeführt und damit anerkannt. Von nun an kann also auch in Deutschland von psychologischer Fachseite nicht mehr behauptet werden, dass es PAS nicht geben würde. Man darf gespannt sein wie sich die gerade in Deutschland kritischen Gegner von PAS nunmehr äußern werden. Denn eines steht fest: über die rechtlichen Folgen von PAS entscheiden letztlich nicht Psychologen, sondern Juristen bzw. Richter, in letzter Instanz bei uns das Bundesverfassungsgericht und sodann der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Zwar ist das hier angeführte EGMR-Urteil gegen die Republik Tschechien ergangen; die grundsätzliche Anerkennung des Parental Alienation Syndrome ist jedoch so zu verstehen, dass es das PAS-Konstrukt nicht nur in Tschechien gibt, sondern seine Existenz von den Straßburger Richtern grundsätzlich für alle der Jurisdiktion des EGMR unterworfenen Staaten anerkannt worden ist.

 

 

Vgl. hierzu Koudelka v. Czech Republik (no. 1633/05) Violation of Article 8, Urteil von 20.07.2006 (in Französisch), Presseerklärung zu diesem Urteil auch in Englisch mit einer Teilübersetzung des französischen Urteilstextes.

 

Vgl. auch http://www.vaeterfuerkinder.de/vfkneu1.htm

 


 

31.05.2006

=========

- Weltnichtrauchertag -


 

20.05.2006

=========

Am 01. Mai 2006 startete in Anlehnung an die Cochemer Praxis das

 

Ebersberger Modell für verantwortungsvolle Elternschaft

 

Dies ist das Ergebnis einer 1-tägigen Tagung, die am 20.02.2006 in Ebersberg bei München stattfand und bei der Herr Familienrichter Jürgen Rudolph das Cochemer Modell einem größeren Kreis eingeladener Fachleute aus Jugendhilfe, Erziehungsberatungsstellen, Familienrichterinnen und –richtern sowie Vertretern der Rechtsanwaltschaft aus Ebersberg und benachbarten Landkreisen vorstellte.

 

Das  KJA Ebersberg  verteilte hierzu ein „Merkblatt für Eltern und die in Kindschaftsverfahren Beteiligten“, das wie folgt beginnt:

 

„Das Familiengericht in Ebersberg ist in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt Ebersberg und allen evtl. später am Verfahren beteiligten Professionen bestrebt, in Kindschaftssachen möglichst schnell und effektiv eine gute Lösung für die betroffenen Kindern zu erzielen. „  (weiter)

 

Diese Information ging mir Anfang Mai vom Landratsamt Ebersberg – Kreisjugendamt - mit der ausdrücklichen Erlaubnis zu, darüber auf meiner homepage zu berichten.

Nähere Informationen dazu ab 06.06.2006 bei Frau Peller, Kreisjugendamt Ebersberg, Tel.: 08092 823255.

 


 

19.05.2006

=========

Mutter sein und gleichzeitig arbeiten hält fit

 

Die gestrige Ausgabe der ZEIT Nr. 21 vom 18.05.2006 berichtet über eine britische Studie (Journal of Epidemiology & Community Health Nr. 60, S. 484489).

Danach seien Frauen, die Kinder großgezogen und gearbeitet hatten und dazu noch stabile Beziehungen unterhielten, seltener von Krankheit und Übergewicht betroffen gewesen als Hausfrauen oder alleinerziehende Mütter.

 

Diese Meldung kann ich nur unter Vorbehalt und in der Hoffnung wiedergeben, dass die ZEIT-Redaktion die Richtigkeit ordnungsgemäss überprüft hat. Interessant wäre in diesem Zusammenhang zu erfahren, ob andere Studien zu gleichem oder anderem  Ergebnis  kamen.

 


 

18.03.2006

=========

PAS ist keineswegs tot

 

In den USA hat das Interesse für PAS auch nach dem Tode von Dr. Richard Gardner in keiner Weise nachgelassen. Im Gegenteil! Englischsprachige Veröffentlichungen zum Parental Alienation Syndrome erscheinen nicht nur weiterhin in den USA, sondern auch und vor allem in englischsprachigen Ländern wie Großbritannien, Kanada, Australien.

 

Aus den USA erreicht mich das regelmäßig erscheinende Journal of Parental Alienation mit immer wieder wichtigen Beiträgen von Experten. Interessenten können sich die jeweils 28 DIN4-Seiten langen Ausgaben hier herunterladen.


 

10.03.2006

=========

 

Heute komme ich zurück auf meine Worte, die ich am 15.12.2005 unter NEUES zur Schädlichkeit von Passivrauchen schrieb:

 

 „Es wäre für mich ein großer Fortschritt, wenn in Zukunft Familienrichter und -richterinnen ebenso wie die stellungsnehmende Jugendhilfe bei der Kindeswohlprüfung beachten würden. dass das Passivrauchen eine sogar schwere Kindeswohlschädigung darstellt“

 

Hierzu die gerade bekannt gewordene Nachricht::

 

Am 08.02.2006 erhielt ein Forschungsteam der Uni Greifswald den 

 

KKH-Innovationspreis für die Studie „Raucherentwöhnung und Rückfallprophylaxe bei Frauen“

 

überreicht. Darin heißt es:

 

„Väter sollten mit in die Verantwortung genommen werden.“

 

„Tabakrauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko mit erheblichen gesundheitlichen Konsequenzen für die Raucherin und ihr neugeborenes Kind.“

 

vgl. hierzu die entsprechende Meldung,

(gefunden  bei der Google-Suche zu Passivrauchen+Kleinkinder+Uni Greifswald)

 

vgl. andere Meldung aus gleicher Google-Suche:

           

„Jedes zweite deutsche Kleinkind wächst in einem Raucherhaushalt auf“

 

---------

 

Abschließend noch ein versöhnliches Wort an gute Freunde, die mich darauf hinwiesen, selbst gern zu rauchen:

 

Ihr seid erwachsen und könnt selbst entscheiden, ob ihr rauchen wollt. Hauptsache, Ihr tut es nicht im Beisein Eurer heranwachsenden Kinder oder Enkel.

 

Auch hier gilt wegen der elterlichen Beispielfunktion eines meiner Lieblingsleitsätze:

 

Erziehung ist Beispiel und Liebe,

sonst nichts.


 

24.02.2006

=========

 

Rauchverbot auf dem Wiener Opernball

 

Der Wiener Opernball gilt in Österreich als der gesellschaftliche Höhepunkt des Jahres. Der gestrige Opernball fand bei strengem Rauchverbot statt. Dieses Verbot wurde von den Gästen bereits als Normalität empfunden, wie man aus den Fernseh-Übertragungen erfahren konnte.  Anwesend war der österreichische Bundeskanzler und damit auch derzeitige EU-Ratspräsident.

 

Wann endlich wird auch unser Land den EU-Empfehlungen folgen?

 

Wann werden unsere deutschen für Gesundheit und für Kinder und Jugend zuständigen Regierungsmitglieder ihrer Verantwortung für Gesundheit und für Kinder und Jugend gerecht, ohne auf die Interessen des Bundesfinanzministers Rücksicht zu nehmen?

 

Wer sich – nach meinem ersten Hinweis auf dieses Problem unter NEUES vor einigen Wochen – eingehender, auch über die Rückständigkeit unseres Landes gegenüber Europa, informieren möchte, kann dazu ein abendfüllendes Programm herunterladen.

 

Ich empfehle, dazu unter www.google.de die Suchbegriffe

           

                                   Rauchverbot+Deutschland+Kinder

 

einzugeben.

 

Und wünsche den Lesern meiner website viel Vergnügen

 

Als Nachtrag zu den bereits früher gegebenen links


 

21.02.2006

=========

Richter Rudolph stellt Cochemer Praxis in Bayern vor

 

Am gestrigen Montag, 20.02.2006 lud das Kreisjugendamt Ebersberg etwa 100 Fachleute zu einer eintägigen Fachtagung seines Arbeitskreises Elterliche Sorge in den Grossen Sitzungssaal des Landratsamtes Ebersberg ein.

Herr Familienrichter Rudolph stellt den Anwesenden aus Familiengerichten, Jugendämtern, Beratungsstellen, Anwaltschaft, Sachverständige aus Ebersberg und angrenzenden Landkreisen seine erfolgreiche Arbeitsweise, inzwischen in Fachkreisen als Cochemer Praxis bezeichnet, vor.

 

Die lokale Presse berichtete darüber heute ausführlich:

 

SZ v. 21.02.2006: Kooperation statt Rosenkrieg. Trennungen und Familienkonflikte sollen besondert für Kinder „schmerzfrei“ bewältigt werden

Münchner Merkur v. 21.02.2006: Elternstreit ist auch Kindsmissbrauch


 

16.02.2006

=========

Die seit langem angekündigte Reform des noch aus dem 19. Jahrhundert stammenden FGG  (Gesetz über die Freiwillige Gerichtsbarkeit) nimmt Konturen an. Hierüber berichtet eine Pressemitteilung des BMJ vom 15.02.2006.

 

Besonders interessant erscheint mir  die Erwähnung des „Cochemer Modells“, über das an dieser Stelle bereits früher berichtet wurde.


 

10.02.2006

=========

Die Besucherzahl steigt weiter an!

 

Seit einigen Monaten steigt die Zahl der täglichen Besucher meiner website ständig an. So  hatte meine  website  insgesamt  folgende Besucherzahlen:

 

September   2005               2212

Oktober                                2379

November                           2744

Dezember                           2905

Januar           2006               3280

 

Im Januar dieses Jahres haben damit erstmals täglich durchschnittlich mehr als 100 Internet-Besucher meine website angeklickt.

 

Ich bedanke mich bei allen sehr für Ihr Interesse.

 

Diese Zahlen ermutigen mich, auf diesem Wege weiter zu machen, auch wenn ich schon seit einiger Zeit  darauf verzichte, die einschlägige Rechtsprechung  laufend wiederzugeben.

 

Natürlich habe ich die Hoffnung, dass  nicht auch die Zahl der  von der gegenwärtigen deutschen Rechtsprechung  betroffenen Kinder - bzw. Mütter und Väter sowie Grosseltern - in gleichem Ausmass weiter im Ansteigen begriffen ist.

 


 

01.02.2006

=========

Ein neuer Leserbrief einer entfremdeten Mutter

 

Und wieder erreichte mich der Leserbrief einer entfremdeten Mutter mit der Bitte, diesen unter Zuschriften in meine website zu stellen. Ich habe das heute getan.

 

Dazu ein persönliches Wort an die Väter:

 

Ich fühle mich nicht als Väteranwalt, ebenso wenig als Mütteranwalt, sondern ich möchte den betroffenen Kindern helfen. Deshalb wurde und werde ich immer dann aufmerksam, wenn sich ein an mich herangetragener Fall so darstellt, dass es sich um Unrecht an einem Kind handelt, das in seinem Menschenrecht auf gelebten Kontakt zu seinen beiden Eltern verletzt wird.

 

Dabei kann ich nur immer wieder hoffen, dass ich mich nicht irgendwann einmal auch irre, oder dass ich im Einzelfall zu gutgläubig einem Parteivortrag Glauben schenke, ohne die Gegenseite gehört zu haben


 

28.01.2006

=========

Wer mich kennt oder schon länger meine Arbeit verfolgt, weiss, dass ich vor etwa achtzehn Jahren den heute noch recht aktiven Verein Väter für Kinder e. V.

gegründet habe. Deshalb mag es auch niemand erstaunen, dass ich gelegentlich auch auf die Webseiten www.vaeterfuerkinder.de verweise. So auch heute.

 

Dort finden Sie unter Aktuelles (28.01.2006) eine sehr gute Rezension von Christine Brinck von

Between Two Worlds: The Inner Lives of Children of Divorce“

der amerikanischen Sozialforscherin Elizabeth Marquardt (2005), erschienen an diesem Wochenende in der Süddeutschen Zeitung.

 

Frau Marquardt berichtet aus einer Studie, dass Scheidungskinder im Grunde immer unter elterlicher Scheidung leiden, weshalb diese der Kinder zu Liebe, wo immer das möglich,  zu vermeiden wäre.

 

Im Zusammenhang mit dem jüngsten Film von Dieter Wedel hatte auch ich kürzlich diesen Standpunkt vertreten.


 

21.01.2006

=========

SOS Papai e Mamãe  ( SOS Väter und Mütter )

 

www.sos-papai.org/br

 

So lautet die website der jüngsten neu gegründeten Nichtregierungsorganisation (NGO) in Brasilien.

Die Leser meiner website können über einen link direkt in den portugiesischen Text oder auch dessen deutsche Übersetzung sich davon überzeugen, dass diese NGO aus einem der größten Länder unserer Welt die gleichen Ziele zum Wohle der von Trennung und Scheidung betroffenen Kinder verfolgt, wie ich dies seit Jahren tue, nämlich den von Trennung/Scheidung betroffenen Kindern den Kontakt zu beiden Eltern, wo immer es geht, zu erhalten.

 

Hierzu ein kurzer Hinweis an den deutschen Gesetzgeber:

 

In Brasilien, dessen Bevölkerung fast ausnahmslos katholisch ist, unterscheidet man in Bezug auf Eltern und Kinder in keiner Weise nach Trauschein. So ist dies auch in der UN-Kinderrechtekonvention klar und eindeutig geregelt!

 


 

08.01.2006

=========

Besonderen Dank an den grossen Regisseur Dieter Wedel

 

Vielen herzlichen Dank, verehrter Dieter Wedel, für Ihren wichtigen Film „Mama und Papa“, den wir gleich nach Neujahr im ZDF sehen durften.

 

Dieser Film, zu dem Sie selbst auch das  Drehbuch schrieben, zeigte Zuschauern, die selbst als Eltern (noch?) keine eigene Erfahrung mit der deutschen Scheidungspraxis haben, was ihnen und vor allem ihren Kindern da passieren kann.

 

Die zwei wesentlichen Aussagen des Films sind für mich:

 

·        Die Scheidung ist in der Mehrzahl der Fälle nicht erforderlich, wenn Eltern nicht durch ihre Anwälte so sehr  zum Streit  konditioniert würden, dass sie die Betroffenheit ihrer Kinder aus den Augen verlieren;

 

denn

 

·        Für die Kinder ist die Scheidung ihrer Eltern ein Supergau!

 

Der Satz der 14jährigen Tochter (im zweiten Teil des Films)

 

Es heißt immer, die Kindheit ist die schönste Zeit im Leben.   Aber wenn man Pech hat, ist sie auch die Zeit, die man für den Rest seines Lebens bewältigen muss.“

 

ist für mich die Kernaussage des Films.

 

Und genau das ist für mich der eigentliche Grund meines unermüdlichen Engagements für ein Kindschaftsrecht, das den Kindern wo immer dies möglich ist, seine beiden Eltern erhält.

 


 

Zum Index Neues

Zurück zur Startseite