|
|
| 27.12.2001
======== Die heutige ZEIT (Nr. 1 vom 27.12.2001) bringt auf Seite 54 im Rahmen ihrer derzeitigen Serie ‚Die Familie‘ einen lesenswerten Beitrag von Jaqueline Hénard: Vater unser – Warum altert unsere Gesellschaft? Wegen allgemeiner Zukunftsunsicherheit und weil Frauen Karriere machen wollen, so sagt man. Aber wie denken eigentlich Männer über Kinder? Daraus drei Zitate:
„Der abwesende Vater ist in vielen Ländern als Risikofaktor für das gesellschaftliche Gleichgewicht erkannt worden. Frankreich, wo knapp die Hälfte aller Kinder ausserehelich geboren wird, will als vorbeugende Massnahme im kommenden Jahr einen ‚Vaterschaftspass‘ einführen. Er soll werdenden Vätern ihre Pflichten vor Augen führen – und auch ihre Rechte gegen weibliche Allmachtsansprüche.“ „Kinder, das hat Horst Petri als Erster in seinen Analysen gezeigt, nehmen mitnichten nur Schaden, wenn die Mutter abwesend ist, sondern auch wenn der Vater fehlt und nur eine Fantasiegestalt ist.“ „Wer nach den Gründen fragt, warum in der deutschen Gesellschaft so wenig Kinder zur Welt kommen, sollte auch fragen, welcher Platz den Eltern eingeräumt wird. Und auch da wird man mehr auf die Väter schauen müssen.“ Meine dringende Empfehlung: Kaufen Sie sich die ZEIT. Denn der genannte Artikel enthält noch mehr interessante Informationen aus Frankreich wie auch Skandinavien. |
| 26.12.2001
======== Zu den bekannten, von Gardner erforschten typischen Merkmalen für das Vorliegen des Parental Alienation Syndroms zählt bekanntlich auch die Ablehnung der Eltern des vom Kind abgelehnten – bis dahin aber geliebten – Elternteils = Grosseltern durch ein programmiertes Kind. So nützt solchen Grosseltern auch nicht der seit 1. Juli 1998 geltende § 1685 Abs. I BGB, wenn das vom betreuenden Elternteil entsprechend programmierte Kind dem anhörenden Richter erklärt, es wolle die Oma / den Opa nicht mehr sehen. Die wegen vorausgegangener Urteile des Strassburger Menschenrechtsgerichtshofes (EGMR) in die Kindschaftsrechtsreform aufgenommene Vorschrift, die Grosseltern das Menschenrecht auf Umgang mit den Enkeln grundsätzlich gewähren sollte, wird somit ganz einfach in der Praxis ausgehebelt. Dass dies grundsätzlich (Ausnahmen gibt es immer, deshalb bedarf es gerichtlicher Überprüfung!) nach meiner Rechtsauffassung mit der EMRK nicht in Einklang zu bringen ist, habe ich kürzlich der Badischen Zeitung in einem Interview dargelegt. Sie können es hier nachlesen. |
| Weihnachten - 24.12.2001
==================== Verehrte, liebe Besucherinnen und Besucher meiner Homepage, Dear Visitors and Friends of my website, nah und fern,
Ihnen allen wuensche ich ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest! Ich wuensche Ihnen dies ganz bewusst auch fuer den Fall, dass Sie das Liebste, das ein Mensch auf dieser Welt haben kann, das eigene Kind, an diesen hohen Festtagen nicht sehen duerfen. Dass Ihnen vielleicht sogar verboten ist, mit Ihrem Kind brieflichen oder telefonischen Kontakt zu haben. Oder dass Ihnen das fuer das Kind bestimmte Geschenkpaeckchen zurueckgesandt wird. Ich weiss, dass dies sehr, sehr schwer fuer einen liebenden Elternteil ist. Wenn Sie sich selbst nichts vorzuwerfen haben, dann sollten Sie auch keine destruktiven Gedanken gegen Dritte haben. Diese wissen meist nicht, was sie tun. Bleiben Sie aufrecht und stark. Fuer Ihr Kind. Denn eines Tages braucht Ihr Kind Sie. Vertrauen Sie darauf, dass es eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt. Aus China stammt das Wort: Der ist ein guter Mensch, der Unrecht tragen kann.
In diesem Sinne alle guten Wuensche!
Peter Koeppel
|
| 22.12.2001
======== Vor einem Jahr, genau vom 04. bis 06.12.2000, fand in Wildbad Kreuth eine von Carsten Rummel initiierte Fachtagung der CSU-Hans Seidel Stiftung unter dem Titel „Elternverantwortung und Generationenethik in einer freiheitlichen Gesellschaft“ statt. Der Veranstalter legte jetzt eine Art reader mit den verschiedenen Referaten vor. Besonders gefällt mir darunter der Beitrag von Ursula Kodjoe Was braucht ein Kind
Ich habe eine gekürzte Fassung heute unter ‚Humanwissenschaftliche Referenzen` in meine website aufgenommen. |
| 16.12.2001
======== Meine Homepage wurde heute in folgenden Bereichen ergänzt: Eigene
Fachveröffentlichungen
|
| 03.12.2001
======== Dringende Kauf- und Leseempfehlung: Heutiger FOCUS Nr. 49 vom 03.12.2001 mit der Titelstory Verdammt allein Wie sehr Kinder unter der Trennung ihrer
Eltern leiden.
S52 - 65. Der Text bedarf keiner weiterer Kommentierung
und spricht für sich.
|
| 30.11.2001
======== Mitte November kamen zeitgleich zwei neue Broschüren zur PAS-Problematik auf den deutschen Büchermarkt, nämlich: Siegfried Bäuerle/Helgard Moll-Strobel
et al.
Richard A. Gardner
Zu beiden Werken findet sich seit heute eine ausführliche Rezension bzw. Inhaltsangabe auf der Website von VÄTERFÜRKINDER e.V.. Link zur Rezension Eltern sägen ihre Kinder entzwei Link zur Rezension Das elterliche Entfremdungssyndrom |
| 03.11.2001
======== "Streit in der Ehe muss sein, Konflikte sind unvermeidlich, Ehekrisen kann man sich und seinen Kindern kaum ersparen. Aber so manches vorschnelle Weglaufen, so manche Scheidung könnte vermieden werden, wenn sich die Eltern klar machten, dass mit der Geburt des ersten Kindes die eigene Jugend definitiv vorbei ist und es jetzt wirklich ernst wird." Das Zitat entnehme ich der vielbeachteten Neuerscheinung Petra Gerster / Christian Nürnberger:
|
|
11.10.2001
=========
Der EGMR verurteilt Deutschland heute in drei Fällen wegen Verletzung der Menschenrechte aus Artt. 8, 14 und 6 EMRK. Drei Väter nichtehelicher Kinder, denen das Recht auf Umgang verweigert worden war, erhalten bis zu DM 50.000,-- und Auslagenersatz Entschädigung. Zu den EGMR-Urteilen Hoffmann, Sommerfeld und Sahin gegen Deutschland &n bsp;im englischen Originaltext. Meine Kommentierung erfolgt baldmöglichst
an dieser Stelle.
|
|
27.09.2001
=========
Heute habe ich der Rubrik LITERARISCHE FUNDSACHEN den Text „Die drei Siebe des Sokrates“ hinzu gefügt. – Hierzu sei mir eine kurze Anmerkung erlaubt: Bei meiner kindschaftsrechtlichen Tätigkeit,
vor allem der Schriftsätze an Gerichte war und bin ich stets bemüht,
das Sieb Wahrheit und das Sieb Notwendigkeit anzuwenden. Viele Verfahren,
bei denen es schließlich um das Wohl und Wehe von Kindern geht, könnten
wesentlich weniger bösartig verlaufen, wenn alle daran Beteiligten,
insbesondere wir Rechtsanwälte, diese beiden Siebe beachten würden.
|
|
24.09.2001
=========
Der Auer-Verlag kündigt für die nächsten Tage das Erscheinen eines Sammelbandes mit Beiträgen zur PAS-Problematik an: Siegfried Bäuerle / Helgard Moll-Strobel
Eltern sägen ihr Kinder entzwei Trennungserfahrungen und Entfremdung von einem Elternteil Ca. 180 S., kart., ISBN 3-403-03596-4
Im Verlagsprospekt heißt es hierzu: Die Trennung der Eltern wird von fast allen Kindern als belastend und bedrohlich erlebt. Hilflos treiben die Kinder im Zentrum der Auseinandersetzungen, ohnmächtig zusehend, wie ihre Eltern, sich mit Wut, Hass, Demütigungen und Rache bekriegen und verfolgen. In vielen Familien beginnen die Eltern einen erbarmungslosen Kampf um die Kinder, um sie zur Ablehnung gegen den anderen Elternteil zu bewegen. Neuere Forschungen bezeichnen die Folge dieses Prozesses als Parental Alienation Syndrome (PAS). PAS bedeutet einen Zustand von unbegründeter, kompromissloser, feindseliger Abwendung von einem Elternteil (in der Regel dem, mit dem das Kind nicht zusammenlebt). Bei PAS setzt der entfremdende Elternteil das Kind unter Missbrauch seiner meist uneingeschränkten Einfluss- und Verfügungsmacht - bewusst oder unbewusst - einer gezielten Beeinflussung aus - mit schwerwiegenden Folgen für das Kind. Das Buch richtet sich an Studierende und
Lehrende der Pädagogik oder Psychologie, an Lehrerinnen und Lehrer
in der Schulpraxis sowie an alle, die beruflich mit dem Thema befasst sind
(Sozialarbeiter, Familienrichter, Anwälte).
|
| 21.08.2001
========= Nach über einem Jahr hat nunmehr auch - nach Amtsvormund und FamRZ - die führende deutsche Rechtszeitschrift NJW das Elsholz-Urteil in fast voller Länge und mit ausführlichen redaktionellen Leitsätzen veröffentlicht. Die Fundstelle lautet NJW 2001, (Heft 32) 2315-2319 In der gleichen Ausgabe der NJW befindet
sich auf Seite 2319 ein weiteres Urteil des EGMR. Dies beschäftigt
sich mit der Frage, wann ein Gericht bzw. Richter unparteiisch iS von Art.
6 Abs. 1 EMRK ist. Im redaktionellen Leitsatz der NJW heißt es hierzu:
Ich darf bei dieser Gelegenheit darauf
hinweisen, dass die EMRK und die hierzu ergangene Judikatur des EGMR nach
Rechtsprechung des BVerfG in die Grundrechte einfliesst/sie ergänzt.
Deshalb sind EMRK und zu ihr ergangene Urteile von jedem Richter zu beachten,
sie gehen den einfachen Gesetzen vor.
|
|
12.08.2001
=========
Nach einer kleinen Ferienpause habe ich heute wieder die Ergänzung meiner Homepage begonnen. Unter URTEILE finden Sie einige als neu kenntlich gemachten Urteile. Ein weiterer NETZKOMMENTAR steht
vor der Fertigstellung.
|
|
16.07.2001
=========
Neue Väterstudie: "Die Rolle des Vaters in der Familie" Heute wurde in Berlin eine neue Väterstudie vorgestellt, welche im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom Staatsinstitut für Frühpädagogik Prof. Fthenakis durchgeführt wurde. Die Studie wird im IV. Quartal in der Schriftenreihe des BMFSFJ veröffentlicht. Eine Kurzfassung kann bereits seit heute von der Homepage des Ministeriums herunter geladen werden. Die Zeitschrift Focus 29/2001 vom 16.07.2001
berichtet ebenfalls über diese Studie.
|
|
14.07.2001
=========
Gemeinsames Sorgerecht im Internet-Zeitalter! Soeben wird bekannt, dass ein US-Bundesgericht
in Denver einem in Spanien lebenden Vater und seiner in den USA lebenden
Ex-Ehefrau das Gemeinsame Sorgerecht mit der Massgabe zusprach, dass Vater
und Mutter alle Entscheidungen über ihren beim Vater lebenden Jungen
über das Internet treffen sollen. Der Vater muss eine Internetseite
anlegen und die Mutter mit aktuellen Fotos und Berichten über die
Aktivitäten des Jungen informieren.
|
|
|