NEUES Q2-2001

21.06.2001
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Heute habe ich erstmals auf der Eingangsseite meiner Website einen englischsprachigen Leitgedanken veröffentlicht. Er entspricht der Philosophie meiner Arbeit, nämlich stets in erster Linie das Wohl und Entwicklungsinteresse der von Trennung und Scheidung betroffenen Kinder zu vertreten. 

Ich habe bisher darauf verzichtet, meine seit nunmehr elf Monaten im Netz befindliche Website auch in englischer Übersetzung anzubieten. Dies vor allem deshalb, weil ich mich schon jetzt vor Arbeit kaum retten kann. Ausserdem stelle ich bei Auswertung der Zugangsdaten fest, daß ich nicht nur regelmäßig aus den beiden deutschsprachigen Nachbarländern angeklickt werde, sondern sich auch Besucher aus Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Großbritannien, Polen, den USA, Australien, Neuseeland gelegentlich einfinden. Allen gilt bei dieser Gelegenheit ein herzlicher Gruß verbunden mit der Hoffnung, daß ich auch mit meiner deutschsprachigen Website gelegentlich hilfreich sein kann.


15.06.2001
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Die jüngste Nr. 406 – Juni 2001- der angesehenen Monatszeitschrift  ´Mut , Forum für Kultur Politik und Geschichte´, bringt wiederum einen bemerkenswerten Beitrag des Berliner Kinder- und Jugendpsychiaters Prof. Dr. med. Horst Petri

Der große Werteverrat an der Jugend

Petri geht von der 13. Shell-Jugendstudie aus dem Jahr 2000 aus, welche acht Wertedimensionen unterscheidet. Die Reihenfolge nach ihrer Bedeutung: Autonomie, Berufsorientierung, Familienorientierung, Menschlichkeit, Attraktivität, Authentizität, Selbstmanagement und Modernität. Nach Einschätzung des Autors schlägt sich ein Verrat der Gesellschaft an jugendlichen Grundwerten in fünf Ursachensträngen nieder, nämlich: 1. in der Trias  von Technik, Ökonomie und Macht; 2. in der ökologischen Bedrohung; 3. in der Überalterung der Bevölkerung; 4. durch die neuen Medien und 5. durch den Umbau der Familie.

Zur Ursache ´Umbau der Familie´ führt Petri u. a. aus:
„Wissenschaftlich gilt als erwiesen, daß Scheidungs- und Trennungskinder, vor allem solche mit einem definitiven Vaterverlust, durchschnittlich mehr oder minder schwere Einbußen in ihrer Ich-Entwicklung, ihrem Selbstwertgefühl, ihrer psychosexuellen Identität und in ihrem Bindungsverhalten erleiden.  ... Immer mehr Kinder und Jugendliche erleben häufig wechselnde Partnerbeziehungen ihrer leiblichen Eltern. Damit sind Fragen der Verläßlichkeit, Geborgenheit, Zugehörigkeit, Kontinuität und Verantwortung als Basiswerte für ihren Reifungsprozeß unmittelbar berührt. Die häufigen psychischen und psychosozialen Fehlentwicklungen bei jungen Menschen lassen hier auf einen Grundwerteverrat schließen. Diesen Preis wird man bei allen Selbstverwirklichungs-, Befreiungs- und Emanzipationsideologien, die den Umbruch der Familie weiter beschleunigen, nicht schönreden können.“

Übrigens finden sich in der gleichen Juni-Nummer von Mut noch weitere lesenswerte Beiträge, so u. a. von 
Richard Schröder: Vom guten Menschen ´an sich´;
Alfred Zänker: Abschied vom ´Vater Staat´;
Bernhard Jagoda: Fachkräftemangel muß nicht sein;
Christian Lindner: Die ´Strategie 18´ der Liberalen.

--- M. E. lohnt es sich, das Heft zu erwerben oder die Zeitschrift zu abonnieren.


14.06.2001
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Heute möchte ich auf eine Entscheidung des OLG Bamberg vom 4. Februar 2000 aufmerksam machen, mit der eine Richterablehnung für gerechtfertigt erklärt wurde. Bekanntlich führen nur die wenigsten Anträge auf Richterablehnung zum Erfolg. Umso bedeutsamer erscheint mir daher diese OLG-Entscheidung, die dem Ablehnungsantrag eines Vaters stattgab, weil  „kein vernünftiger Grund mehr ersichtlich (war), der den (Familien-)Richter davon abhalten konnte, über den Eilantrag des Antragstellers zu befinden.“

zum Volltext der Entscheidung

Mein Kommentar:
Nach meiner anwaltlichen Erfahrung müssten bei Zugrundelegung der hier genannten Maßstäbe des OLG Bamberg nicht allzu selten Familienrichter wegen Befangenheit bzw. Rechtsversagung erfolgreich abgelehnt werden können.


09.06.2001
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Wie mir erst jetzt bekannt wird, enthielt die vom Deutschen Kinderschutzbund herausgegebene Monatszeitschrift ‚Kinderschutz Aktuell‘ (KSA), Heft Februar 2000 auf S. 24 – 26 einen außerordentlich lesenswerten Aufsatz der Fachanwältin für Familienrecht und Dipl.-Psychologin Margarete Fabricius – Brand „Wie aus einem bösen Traum erwacht“. – Die Autorin beschreibt darin das Parental Allienation Syndrome  an Hand eines Beispielfalles


08.06.2001
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Nachdem das OLG Frankfurt a. M., wie kürzlich hier gemeldet, familiengerichtliche Entscheidungen unter www.hefam.de veröffentlicht, ging nunmehr auch das erste bayerische OLG ins Internet. Näheres finden Sie unter 
www.justiz.bayern.de/olgn/fr_recht.htm


07.06.2001
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In den USA wurde Ende 2000 
The Rachel Foundation Inc.
gegründet. Diese Non-Profit-Organisation will entführten und entfremdeten Kindern durch Rückholung sowie Forschung helfen. Nähere Informationen finden sich unter dem link
www.rachelfoundation.org


06.06.2001
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In der Zeitschrift Eltern, Heft Mai 2001, findet sich auf S. 81 – 84 ein Artikel unter der Überschrift
Wie sagen wir es den Kindern?
Wenn Paare auseinandergehen, bleiben sie trotzdem Eltern.
Was hilft ihrem Kind während und nach der Trennung?
Was kann es in welchem Alter verstehen?

Der sehr kenntnisreich geschriebene Artikel bezieht sich mehrfach auf den Familientherapeuten Hans Berwanger von der Erziehungsberatungsstelle Lichtenfels, sowie auf PAS. Unter der Überschrift „Geh weg, ich mag Dich nicht!“ wird 
unter Bezugnahme auf Richard Gardner sogar die Definition für PAS abgedruckt. 


05.06.2001
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Im Focus dieser Woche (Nr. 23 vom 2. Juni 2001) findet sich die Titelstory 

Böse Männer, gute Frauen?
Diskussion über ein gesellschaftliches Missverständnis
Das Schwanitz-Buch: 
Warum Männer so sind, wie sie sind


26.05.2001
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Der BGH hat, wie erst in diesen Tagen bekannt wird, am 04.04.2001 entschieden, dass die Regelung des § 1626a BGB, wonach der Vater eines ausserhalb einer Ehe geborenen Kindes nur mit Zustimmung der Mutter die Gemeinsame Sorge erlangen kann, mit dem Grundgesetz zu vereinbaren ist.
siehe BGH, Beschluss vom 04.04.2001  – XII ZB 3/00 –

 

Sie finden hierzu meine erste Stellungnahme unter NETZKOMMENTAR ZWEI


22.05.2001 
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Nachdem nunmehr sogar die FamRZ einen Hinweis auf die amerikanische Hochglanzzeitschrift Divorce Magazine gegeben und deren Internet Adresse veröffentlicht hat, möchte ich dem nicht nachstehen. Sie finden unter www.divorcemagazine.com eine schier unendliche Fülle von sowohl ausserordentlich interessanten, wissenschaftlichen Veröffentlichungen, wie auch hier nicht näher interessierende Hinweise auf andere kommerzielle Dienste. 

Interessenten seien jedoch gewarnt: Über die genannte homepage kommen Sie zu einer Vielzahl weiterer, teilweise hochinteressanter links, wie beispielsweise Family University, Parent News, Co-Parenting Source, Parents Without Partners, etc. - Sie sollten genügend Zeit für diesen virtuellen Besuch in Amerika mitbringen und können sich bei Interesse einen ganzen Leitz-Ordner ausdrucken (Laserdrucker vorausgesetzt). 
Zu den von mir ausgedruckten Artikeln gehören beispielsweise Sharing Your Child, Part-time Parenting, Divorce Mediation and Your Kids; sämtlich von Fachleuten. 

Hierzu noch eine Anmerkung To whom it may concern: 

Es mag sicherlich richtig sein, dass manche Gegebenheiten und Entwicklungen in Amerika nicht unbedingt auf Deutschland übertragbar oder erwünschenswert sind. Tatsache ist jedoch, dass auf dem hier und in Zusammenhang mit dem Anliegen meiner website interessierenden Forschungsbereich die Amerikaner uns sowohl in Bezug auf  die Zahl hochqualifizierter Human-Wissenschaftler als auch die einsetzbaren finanziellen Mittel weit überlegen sind. Dies hat dazu geführt, dass auf den Gebieten Scheidungsforschung, Entwicklungspychologie und Mediation die USA uns um Jahre voraus sind. 


21.05.2001 
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Mit Erlass des niedersächsischen Finanzministeriums vom 11.05.2001 können Aufwendungen für ein Mediationsverfahren als Ehescheidungskosten und damit als Außergewönliche Belastung nach § 33 EStG geltend gemacht werden. 

siehe hierzu Steuererlass betreffend Mediation


08.05.2001
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In der Wochenendbeilage der SZ vom 05/06/2001 fand sich ein sehr lesenswerter Artikel von Dr. Rolf Lamprecht

"Der gnadenlose Kampf uns Kind

Bei den meisten Schiedungsprozessen geht es um Macht und Geld, nicht um Liebe - und die Familienrichter sind hilflos."

Der Link zur SZ wird leider nur begrenzt Zeit funktionieren.


02.05.2001
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Ein bayerisches Jugendamt hat auf seiner Homepage sehr lesenswerte Ausführungen zur Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung (§§ 16, 17 KJHG) ins Internet gestellt. Sie sind wahrscheinlich als eine Art offener Dienstanweisung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gedacht. Es wäre m.E. sehr begrüßenswert, wenn auch andere deutsche Jugendämter diesem Beispiel folgen und ihre Arbeit danach ausrichten. Sie finden

    10 Fragen - 10 Antworten

unter dem link

Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung
 


17.04.2001
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In diesen Tagen wurden im Internet an anderer Stelle 20 Bitten an geschiedene Eltern bekannt. Die ersten beiden Bitten lauten:

1     Vergeßt nie: Ich bin das Kind von euch beiden. ich habe jetzt zwar einen Elternteil, bei dem ich hauptsächlich wohne und der die meiste Zeit für mich sorgt. Aber ich brauche den anderen genauso.

2     Fragt mich nicht, wen von euch beiden ich lieber mag. Ich habe euch beide gleich lieb. Macht den anderen also nicht schlecht vor mir. Denn das tut mir weh.

Auch die übrigen 18 Bitten gefallen mir so gut, dass ich diesen nur weite Verbreitung und Beachtung wünschen kann. Es würde vielen Kindern in unserem Land viel, viel besser gehen, wenn alle ihre Eltern sich diesen Bitten entsprechend verhalten würden.

Zu den 20 Bitten


12.04.2001

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In der Karwoche hatte ich ein wenig Zeit, in alten Büchern zu schmökern und fand in einem 1901 (!) erschienenen Buch von
                                                    P.D. Fischer: Italien und die Italiener
eine interessante Passage über die Geburtenzahlen in unserem EU-Partnerland Italien (S. 351).

Wenn man sich die kürzlich veröffentlichten niedrigen Geburtenzahlen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien oder Spanien vor Augen führt, welche wenig erfreuliche demographische Aussichten für Deutschland und andere europäische Länder geben, so ist die hier wiedergegebene Buchpassage wirklich informativ:

Besonders interessant: Ende des vorletzten Jahrhunderts wurde laut Fischer der italienische Kinderreichtum nur noch von Russland übertroffen. Heute wird nach Medienmeldungen in Europa Italien mit seiner niedrigsten Geburtenziffer nur noch von Russland unterboten.


11.04.2001

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Bekanntlich gleichen die Probleme im Kindschaftsrecht in unseren Nachbarländern Österreich und Schweiz denen unseres Landes. In den drei Ländern entscheiden die Gerichte aufgrund des unbestimmten Rechtsbegriffs Kindeswohl.

Deshalb sind die Ratschläge des schweizerischen Paar- und Familienberaters Max Peter auch für uns in Deutschland interessant. In der Homepage www.brueckenbauer.ch finden sich Ratschläge zu folgenden Themen, die Sie hier direkt anklicken können.

   Scheidung: Gefühle der Kinder respektieren
        Scheidung: Kein Seilziehen um Kinder
        Scheidungskinder: An zwei Orten zu Hause


10.04.2001

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Das neue Heft 2 der Zeitschrift KindPrax vom 10.04.2001 enthält zwei neue OLG-Urteile zum Haager Kindesentführungs-Übereinkommen (HKÜ), nämlich

Hanseatisches OLG, Beschluss vom 04.12.2000 - 2 WF 133/00 (KindPrax 2001, S. 55 - 58) und
Pfälzisches OLG Zweibrücken, Beschluss vom 15.01.2000 - 5 UF 112/00 (KindPrax aaO. S. 58 - 61)

Diese beiden Entscheidungen werden in der Stellungnahme der KindPrax-Redaktion wegen ihrer didaktischen Qualität gelobt, ... "so konsequent aufgebaut und einleuchtend durchgeführt, dass es jedem Neuling in dieser Materie gewissermaßen eine Checkliste für den Umgang mit Entführungsfällen bietet" (KindPrax aaO. S. 61 unten).

Ebenfalls in Heft 2 der KindPrax vom 10.04.2001 findet sich das Urteil des BVerfG vom 11.12.2000 zum Gebot der Verfahrungsbeschleunigung in Umgangsrechtsverfahren mit einer redaktionellen Stellungnahme. Dort wird darauf hingewiesen, dass bei den Parteien nicht  der Eindruck entstehen darf, dass das gerichtliche Verfahren zum Ruhen gekommen sei, was insbesondere dann der Fall sein kann, wenn Sachverständige eingeschaltet sind. "Sowohl das Gericht als auch die übrigen Beteiligten sollten in diesen Fällen mit möglichst kurzen Fristen arbeiten und nötigenfalls Zwischenberichte anfordern, die ... zur Sache Stellung nehmen."


09.04.2001

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Einzelne interessante Urteile aus dem Familienrecht finden sich regelmässig im WDR-Ratgeber Recht im Ersten unter dem Link 
http://www.wdr.de/tv/recht/rechtneu/rn9901/rn1000s.htm


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