20.03.2001
=========
Heute möchte ich auf die Möglichkeit
hinweisen, dass sich in ihren Bürgerrechten betroffene Bundesbürger
beim Europäischen
Bürgerbeauftragten, derzeit ein hochqualifizierter finnischer
Jurist, oder beim Petitionsauschuss
des Europäischen Parlaments beschweren können.
Interessierte Betroffene können sich
über das Prozedere, wie Adresse, Beschwerdegegenstand sowie Form ausführlich
in der hervorragend aufgebauten Homepage informieren und finden dort auch
die entsprechenden Beschwerdeformblätter.
Unabhängig von dieser Beschwerdemöglichkeit
können sich Bürger und Bürgerinnen unseres Landes selbstverständlich
auch beim Petitionsausschuss
des Deutschen Bundestages oder auch beim Petitionsausschuss
des jeweiligen Bundeslandes beschweren.
16.03.2001
=========
Heute habe ich mit einem ersten sogenannten
Netzkommentar eine neue Rubrik "Netzkommentare" eröffnet, in der ich
in zwangloser Folge zu Fragen, die mir in meiner anwaltlichen Arbeit als
in Deutschland problematisch auffallen, Stellung beziehe.
14.03.2001
=========
Heute wurde die neue Sektion
"Über Gerechtigkeit" in die Homepage eingefügt.
Auch wurde ein Link zur Kind-Prax aufgenommen.
07.03.2001
=========
Als eine für amerikanische Väter
wie auch Scheidungskinder erfreuliche Meldung könnte sich erweisen,
dass Präsident Bush am 28.02.2001 die Nominierung des Kinderpsychologen
und Präsidenten der National Fatherhood Iniative, Dr. Wade Horn zum
Assistant Secretary (Stellv. Minister) für Family Support bekanntgegeben
hat. Dr. Horn war bereits unter Präsident Bush senior United States
Commissioner for Children, Youth and Families. Vergleiche dazu auch
die Meldung bei Väter
für Kinder unter Aktuelles vom 06.03.2001 und die dort weiterführenden
Links zu Veröffentlichungen von Dr. Wade Horn.
05.03.2001
=========
Soeben erschienen ist das höchst
lesenswerte und stets aktuelle Taschenbuch
Brigitte u. Ernst Spangenberg
Märchen gegen Kinderängste
Herder spektrum 2001; 141 Seiten; ISBN
3-451-04974-0; DM 16,90
Das Buch enthält 20 eigene Märchen
der beiden Autoren sowie ein Schlusskapitel für alle, die Kindern
mit Ängsten helfen wollen. Deshalb wird den einzelnen Märchen
jeweils eine Erklärung für den märchenerzählenden Erwachsenen,
das wäre wahrscheinlich in vielen Fällen ein getrennt lebender
Elternteil, hintangestellt und haben die Autoren am Ende des Buches die
Anwendungsbereiche der einzelnen Märchen aufgeführt:
So beispielsweise
Die verschüttete
Stadt und Wir Grautiere
Angst bei Trennung und Scheidung
der Eltern: Zukunftsangst. Angst, einen Elternteil zu verlieren, Angst
vor Liebesverlust, auch bei Schuldgefühlen des Kindes und symbiotischer
Bindung an einen Elternteil.
In meiner anwaltlichen Arbeit erlebe ich
immer wieder, dass Trennungs- und Scheidungskinder Angst vor dem Umgang
mit dem anderen, abwesenden Elternteil haben und dies in der richterlichen
Kindesanhörung äußern.
Aber auch unabhängig von Trennung
und Scheidung spielen Ängste von Kindern heute wahrscheinlich eine
noch größere Rolle als in früherer Zeit. Deshalb ist diese
Problematik auch Gegenstand aktueller Forschung;
vgl. hierzu: Bild der Wissenschaft vom
20.12.2000: "Zeitalter
der Angst";
Die Welt online vom 17.12.2000: "Kinder
werden immer ängstlicher"
26.02.2001
=========
Erfahrungen mit dem neuen Kindschaftsrecht
Rechtsprechung und einführende
Überlegungen
unter diesem Titel findet sich im Internet
eine längere (48 Seiten!), instruktive Veröffentlichung des Hamburger
Familienrichters Horst-Heiner Rotax mit umfangreichen Fundstellen aus Rechtsprechung
und Fachliteratur bis 2000.
Link
zum Volltext
19.02.2001
=========
Heute wurde eine Reihe familien- bzw.
kindschaftsrechtlicher Entscheidungen des EGMR in Leitsätzen in die
Homepage aufgenommen.
Mein Erfolg in Straßburg in der
Sache Elsholz gegen Deutschland führt nach meiner Beobachtung dazu,
dass die Familiengerichte sich teilweise schon ausführlich mit der
EGMR-Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK befassen. Im übrigen erreichen
mich zunehmend Anfragen, ob ich Fälle nach Straßburg bringen
kann. Dabei ist leider oft nicht bekannt, dass Zulässigkeitsvoraussetzung
für eine Beschwerde zum EGMR die Erschöpfung des innerdeutschen
Rechtswegs ist, wozu auch die vorangegangene, erfolglose Verfassungsbeschwerde
zu zählen ist.
16.02.2001
=========
Das OLG Frankfurt am Main führt
in einer Urteilsbegründung vom 26.10.2000 folgendes aus:
"Nach dem Grundgesetz für die Bundesrepublik
Deutschland, der einfachgesetzlichen Ausgestaltung im BGB und nach der
Europäischen Menschenrechtskonvention steht beiden Elternteilen der
uneingeschränkte Zugang zu ihren Kindern zu. Insbesondere für
die Durchsetzung des Umgangsrechts, der Umgangspflicht des nichtsorgeberechtigten
Elternteils haben die staatlichen Organe zügig Sorge zu tragen. Die
Verletzung dieser staatlichen Verpflichtung führt zur Schadensersatzverpflichtung
des Staates, wie der Europäische Gerichtshof für Menschenrecht(e)
im Urteil vom 13.07.2000 (DAVorm 2000, 679) unmißverständlich
zum Ausdruck gebracht hat."
Link
zum vollständigen Urteilstext
---------------------------------------------------------
Die Sektion Wichtige Urteile wurde heute
ergänzt durch:
Einen Beschluss des BVerfG vom 18.02.1993,
einen Beschluss des OLG Hamburg vom 21.06.1995,
einen Beschluss des OLG Saarbrücken
vom 16.02.1999,
einen Beschluss des OLG Frankfurt am
Main vom 26.10.2000,
einen Beschluss des OLG Celle vom 12.12.2000.
14.02.2001 (Valentinstag)
====================
Trotz Trennung - Vater bleiben
Das Februar-Heft der Zeitschrift Eltern
bringt auf S. 136 - 141 einen sehr gut redigierten Artikel zur Trennungsproblematik:
-
Eine Trennung belastet Erwachsene und Kinder.
Wenn aber die Kinder regelmäßigen Kontakt zum Vater halten können,
tut das allen Beteiligten gut. Denkanstöße für Väter
- Mütter.
-
Jetzt beginnt das Vatersein ganz neu.
Ich empfehle allen von der akuten Trennungsproblematik
betroffenen Müttern und Väter das derzeit noch an den Kiosken
erhältliche Eltern-Heft 2/2001.
13.02.2001
=========
Die Sektion Wichtige Urteile wurde
heute ergänzt durch:
Einen Beschluss des OLG Zweibrücken
vom 23.10.1986,
einen Beschluss des OLG Frankfurt/M. vom
29.01.1993,
einen Beschluss des AG Kerpen vom 16.02.1994,
einen Beschluss des OLG Karlsruhe vom
23.09.1998.
12.02.2001
=========
Die Sektion Wichtige Urteile wurde
heute ergänzt durch:
Einen Beschluss des OLH Hamm vom 29.12.1998,
einen Beschluss des BVerfG vom 11.12.2000.
07.02.2001
=========
Die Sektion Wichtige Urteile wurde
heute ergänzt durch:
Einen Beschluss des BezG Frankfurt/O. vom
24.03.1993,
einen Beschluss des BezG Erfurt vom 13.05.1993,
einen Beschluss des OLG Hamm vom 25.05.1993,
einen Beschluss des OLG Frankfurt/M. vom
14.07.1993,
einen Beschluss des OLG Frankfurt/M. vom
02.12.1993,
einen Beschluss des BVerfG vom 07.10.1996,
einen Beschluss des OLG Zweibrücken
vom 26.04.1999,
einen Beschluss des OLG Zweibrücken
vom 17.08.2000.
01.02.2001
=========
Zugang zum EGMR:
Nach wie vor erreichen mich immer wieder
Anrufe von Vätern, die meine Unterstützung zu einer Menschenrechtsbeschwerde
nach Straßburg erbitten. Oftmals fehlen jedoch alle Voraussetzungen.
Deshalb soll hier noch einmal aus gegebener Veranlassung der erforderlich
Rechtsweg dargestellt werden:
Gegen eine Entscheidung (oder auch Nicht-Entscheidung)
eines Familiengerichts oder eines OLG kann keinesfalls Beschwerde gemäß
EMRK nach Straßburg eingelegt werden. Vielmehr muss zunächst
immer nach einer belastenden OLG-Entscheidung innerhalb eines Monats nach
Zustellung Verfassungsbeschwerde eingelegt werden. Erst nach ablehnender
Entscheidung des BVerfG besteht dann die Möglichkeit, innerhalb von
sechs Monaten eine Menschenrechtsbeschwerde nach Straßburg oder alternativ
zur UNO nach Genf einzulegen.
Deutsche Veröffentlichung der
Elsholz-Entscheidung:
Nachdem mich weiterhin ständig Anfragen
nach einer deutschen Übersetzung des Elsholz-Urteils erreichen, sei
an dieser Stelle mitgeteilt:
Das Urteil Elsholz gegen Deuitschland
wurde in gekürzter Form in der Zeitschrift Der Amtsvormund Heft August
2000, Sp. 679 ff veröffentlicht.
Näheres zur Bestellmöglichkeit
findet sich bei www.vaeterfuerkinder.de
-----------------------------
Die Sektion Wichtige Urteile wurde heute
ergänzt durch:
Einen Beschluss des OLG Stuttgart vom 26.07.2000.
Diese Entscheidung ist ausserordentlich
interessant und kann durchaus als ein Fortschritt in der OLG-Rechtsprechung
zum KindRG bezeichnet werden.
18.01.2001
=========
In der Zeitschrift Der Amtsvormund,
Heft 12/2000, Sp. 1059 - 1070, findet sich eine hervorragende Darstellung
zum HKÜ:
Wolfgang Weitzel, Bonn
10 Jahre Haager Kindesentführungsübereinkommen
Der Verfasser ist Richter am Amtsgericht
und derzeit abgeordnet beim Generalbundesanwalt beim BGH und dort Referent
der Zentralen Behörde.
10.01.2001
=========
Von einem regelmäßigen
Homepage-Leser, der nach Scheidung viele Jahre lang keinerlei Kontakt zu
seinen bei der Mutter lebenden Söhnen mehr haben durfte, erhielt ich
einen bewegenden Brief. Der Briefschreiber regt an, daß ich seinen
Brief in meiner Homepage veröffentliche, um auf diese Weise anderen
betroffenen Elternteilen, die den Kontakt zu ihren Kindern ebenso wie er
verloren haben, Mut zu machen.
Der Inhalt des hier veröffentlichten
Briefes sollte aber auch Familiengerichten und Jugendämtern zu denken
geben. Denn wenn im vorliegenden Fall der Umgang zwischen Vater und Söhnen
nicht völlig unterbunden worden wäre, hätte die hier beschriebene
erschütternde Situation der Kinder nicht so lange verborgen bleiben
können.
Zum Brief
09.01.2001
=========
Am 27.11.2000 berichtete ich kurz
über eine neue familiengerichtliche Entscheidung aus Florida, wonach
das Parental Alienation Syndorme den Kriterien des Frye-Tests entspricht.
Heute kann ich hierzu einen Link
zu der Urteilspassage nachliefern, den ich auf der Homepage von Dr.
Richard Gardner gefunden habe (Dr. Gardner sei hierfür gedankt!).
Wie Sie dort lesen können, bezeichnet
der amerikanische Familienrichter den Streit zwischen Psychologen und Psychiatern
als 'some sort of disciplinary turf battle', wobei ihn das Argument
der Psychologen , PAS sei nicht im DSM-IV angeführt nicht überzeugt
hat, zumal dieses medizinische Manual seit 1994 nicht mehr aktualisiert
worden ist. Ausserdem werde die Forschung von Dr. Gardner auch von Dr.
Warshak, Psychologie-Professor an einer Prestige-Universität, unterstützt.
05.01.2001
=========
Die Sektion Wichtige Urteile wurde
heute ergänzt durch:
Einen Beschluss des Kammergerichts vom
30.05.2000,
einen Beschluss des OLG Zweibrücken
vom 12.05.1999.
02.01.2001
=========
Zur Bedeutung der Großeltern
für die Enkel findet sich in der Welt am Sonntag Nr. 53, Seite 37
ein längerer Bericht von Rolf H. Latusseck unter der Überschrift
"Kinder verkürzen, Enkel verlängern
das Leben".
Eine Illustartion hierzu trägt die
Unterschrift:
"Das Hüten der Enkelkinder gehört
offenbar zum biologischen Zweck des Menschen"
Den Volltext können Sie unter dem
Link
http://www.welt.de/daten/2000/12/31/1231wges212532.htx
direkt anklicken.
Ich bin derzeit damit beschäftigt,
eine Veröffentlichung zu der in Deutschland auch nach Einführung
des § 1685 Abs. 1 BGB immer noch sehr problematischen Umgangsgewährung
zwischen Großeltern und ihren Enkeln vorzubereiten. Hiermit bitte
ich alle Leser meiner Homepage, mir unveröffentlichte einschlägige,
nach Inkrafttreten des KindRG ergangene Gerichtsentscheidungen baldmöglichst
zur Verfügung zu stellen.
Zum Index Neues
Zurück
zur Startseite