Buchautor Petri in MUT:

Kollektive Verleugnung eines gesellschaftlichen Dramas

Die Ausblendung der dramatischen Folgen der Vaterentbehrung beginnt bereits, als "der millionenfache Vaterverlust der beiden Weltkriege noch als klaffende Wunde durch die Bevölkerung ging. Sie war offenbar so schmerzhaft, dass es zu einer kollektiven Verdrängung des Themas kam. So blieb auch unreflektiert, dass es die real vaterlose Nachkriegsgeneration war, die in der 68er Bewegung der traditionellen Familie ideologisch und faktisch "den Krieg erklärte" und damit wiederum eine Kindergeneration gezeugt hat, von der grosse Teile ihrer Väter im Kampf der Geschlechter verloren. Diese vaterverlassenen Kinder von Vätern und Müttern ohne Vater stellen Teile der heutigen jungen Vatergeneration dar."

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